Das große Schlummern

Debütantinnen-Förderung 2019 der GEDOKmünchen

Eröffnung am Donnerstag, 12. September 2019, 20 Uhr

Dauer der Ausstellung: 12.09. – 27.09.2019

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Straße 61
80797 München
Di – Fr 15 – 18 Uhr

Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen, schier endlos prasseln Informationen auf uns ein. Illusion und Trugbilder, Fake und tatsächliches Naturgesetz vermischen sich zu einem Schleier den es zu lüften gilt. Was bleibt dem Einzelnen um die vermeintliche Stabilität zu sichern, ein Abtauchen in die sich gefertigten Wahrheiten. Es brodelt, drüber aber liegt der Schein- DER GROßE SCHLUMMER lässt uns weiter bauen und zerhauen, und ist doch mehr als bloßes Verharren.  

Luisa Koch zeigt eine Installation der Innerlichkeit, der Privatheit.  

Muster und Strukturen wiederholen sich. Eine Verdichtung von kunstgeschichtlichen und alltäglichen Sujets findet statt.  

Hinterglasmalereien und Keramiken suchen im komplexen Weltgeschehen das Vertraute. In den Werken durchdringen sich wiederkehrende Motive, Muster und Ideen zu einem eigenen Kosmos. Zur Ausstellung erscheint die künstlerische Gebrauchsanleitung in zwei Bänden, MUGBOOK und BILANZ.

Wenn Luisa Koch (geb. 1985) sich verschiedener Materialien und Kunstgattungen bedient, so tut sie dies mit einer natürlichen und souveränen Eleganz, fast so als wäre es selbstverständlich. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Bildhauerei, zentral sind die „Falten“ eine Gruppe meist kindesgroßer, keramischer Draperien, die mit leuchtenden Glasurmustern gefasst sind. Doch ist Luisa Koch in mehreren Gattungen zu Hause, springt zwischen ihnen hin- und her, vereint sie in einem Kunstwerk. Skulpturen werden zu Bildträgern, in Malerei „mischen“ sich skulpturale Elemente hinein. Stets behalten die Objekte eine ihnen eigene Leichtigkeit, ein sensibler, prozesshafter Umgang mit Medium und Material wird spürbar.

Luisa Koch (*1985) studierte, nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin, von 2007 bis 2014 Bildhauerei/ Keramik an der Akademie der Bildenden Künste München, als Meisterschülerin von Norbert Prangenberg. 2011 verbrachte sie an der Manchester Metropolitan University, Fine Art/ Sculpture; Von 2008-2013 studierte sie Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaften (MA) an der LMU München. 2014 und 2015 lehrte sie als Assistenz der Werkstattleitung in der Studienwerkstatt für Kunststoff an der Akademie d. B. Künste München. Seit 2015 arbeitet sie in Ihrem Atelier in Oberbayern. Im August/ September 2019 ist eine Skulpturen Installation im Moorbad Park Dachau zu sehen; im Dezember 2019 wird eine Rauminstallation in den Kunstarkaden München ausgestellt. Ihre Werke wurden national und international gezeigt u.a. in der Holden Gallery Manchester, Molbert Gallery St. Petersburg und auf der Parallel Vienna im Rahmen von Salon Flux, London/Vienna.