welcome II · Chaos = Ordnung

Katharina Lehmann und Iris Schabert

Mit der Ausstellung Chaos = Ordnung stellen die beiden Künstlerinnen Katharina Lehmann und Iris Schabert die Frage nach dem natürlichen Chaos, in dem sich immer auch eine Ordnung finden lässt – und umgekehrt. 

Katharina Lehmann verbindet in ihren Werken auf einzigartige Weise Darstellungsformen der bildenden Kunst in ihrer eigens entwickelten Technik. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht stets die organische Struktur des Gewebes, welches sie in ihrer Methode des Thread-Drip Paintings aus kilometerlangen, von Farbe umhüllten Garnen herstellt. Darauf basierend und durch die Beschäftigung mit den Begriffen Raum/Zeit, Chaos/Ordnung, Zufall/Planbarkeit schafft Lehmann ein Kosmos an multidimensionalen Arbeiten. Das hergestellte Gewebe ist sowohl für die Installationen als auch für die Werke auf Leinwand, Holz und Papier der Grundbaustein. 

Das Natürliche, Chaotische wird so versinnbildlicht, scheinbar zufällige Verbindungen und Ereignisse, die unsere Realität und Wahrnehmung prägen. Auf Rahmen befestigt oder freischwebend formen die Gewebeareale Kunstobjekte und grenzen sie von der Außenwelt ab; gleichzeitig sind die Objekte dank der einzigartigen Struktur licht- und luftdurchlässig. Somit sind Lehmanns Werke ein von Vielschichtigkeit gekennzeichnetes System. In Kontrast dazu setzt sie geometrische Formen – Darstellung der Industrialisierung und der Versuch, Ordnung ins Chaos zu bringen.

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Softopening am 05.05.2022 von 17-20 Uhr

Zusätzliche Öffnungszeiten:
Samstag, den 07.05.2022, 15-18 Uhr
Samstag, den 14.05.2022, 15-18 Uhr

Iris Schabert beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Chaos als einer Größe, die außerhalb menschlicher Kontrolle und Ordnungssysteme steht und in ihrer Komplexität häufig als bedrohlich empfunden wird. Bei ihren Objekten greift sie Formen auf, die uns an Schimmelpilze, Bakterien und Viren erinnern. Sinnlich ansprechend und haptisch verlockend, evozieren sie eine physische und emotionale Reaktion, sowohl anziehend als auch abstoßend. Allen Objekten gemein ist die intensive Beschäftigung mit Oberflächen, Verfall, Korrosion und der damit einhergehenden Fragilität. Als Ausgangspunkt dienen ihr kleine unscheinbare Naturfragmente wie Dornen, Stacheln, Zweige oder Samen, welche gesammelt, sorgfältig abgeformt, vervielfältigt und in einer Werkstatt, die gleichzeitig Materiallabor und Experimentieranstalt ist, in weniger vergängliche, ja sogar kostbar wirkenden Materialien wie Porzellan, Glas oder Metall übersetzt werden. In Schaberts kreativen Universum sind diese zu Miniatur-Armeen, einer dominanten Spezie geworden, die alles überwältigt, überschwemmt und verschlingt, was sich ihr in den Weg stellt.

Katharina Lehmann wurde 1984 in Westsibirien geboren. Im Jahr 2001 siedelte sie nach Deutschland um. Bis 2006 besuchte sie die Designschule für Werbe- und Kommunikationsdesign in München und die Hyvinkää School of Art in Finnland. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien, u. a. ein Arbeitsstipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München sowie eine Projektförderung der „Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung“ im Jahr 2021. Außerdem nahm sie 2019/2020 an einer 6-monatigen Künstlerresidenz in Shanghai teil. Ihre Tafelbilder, Objekte und Installationen werden weltweit ausgestellt. Katharina Lehmann lebt und arbeitet in München. Seit 2018 betreibt sie mit ihrem Partner den Münchner Kunstsalon namens „L‘appartement 58“.

Iris Schabert (*1972 in Ulm) lebt und arbeitet als Bildhauerin, Goldschmiedin und Kunstpädagogin seit 1997 in München, unterbrochen von mehreren Auslandsaufenthalten in Spanien und Mexiko.1992-1996 Studium der Kunstpädagogik, 2005/2006 Gaststudiengänge Schmuck und Objekt in Barcelona und Pforzheim, 2008/2009 Druckgrafik und Schmuckgestaltung, Universidad Nacional de México, Escuela de Artesanias, Ausstellungen in Deutschland, Spanien und Mexiko; Projektförderung für Mexiko 2012, Workshopleitung an der escuela nacional de cerámica, Mexiko 2018.

 

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