Augusta Laar: „Wenn die Musik vorbei ist“ (Lyrikprojekt)

Mit dem Arbeitsstipendium der Landeshauptstadt München unterstützt die Jury Augusta Laar bei der Realisierung eines so vielschichtigen, spartenübergreifenden wie formbewussten Lyrikprojekts. Unter dem Arbeitstitel „Wenn die Musik vorbei ist“ arbeitet die renommierte Dichterin an einem vielschichtigen Zyklus, der die Erfahrung von Musik – und der auf sie folgenden Stille – in den Mittelpunkt stellt. Formal orientiert sich das Vorhaben an der fernöstlichen Waka-Tradition: Im präzisen Wechselspiel japanischer Chōka- und Tanka-Formen nutzt Laar das Prinzip der „Freiheit durch Begrenzung“, um feste Schemata zu unterlaufen und neue poetische Räume zu öffnen. Einflüsse aus der Zen-Tradition treffen in den Texten auf Elemente der Popkultur, musikalische Tempoanweisungen und eigene Zeichnungen. So entsteht ein dicht gewobenes Netz aus Klang- und Wortobjekten. Es gelingt der Autorin dabei auf bemerkenswerte Weise, existenziellen Fragen nach Fragilität, Verlust und Neuanfang mit poetischer Leichtigkeit und leisem Humor zu begegnen.

Der Jury gehörten unter der Leitung von Kulturreferent Marek Wiechers an: Martina Boette-Sonner (BR), Jutta Czeguhn (Süddeutsche Zeitung), Dr. Katharina Herrmann (Literaturblog „Kulturgeschwätz“), Dr. Klaus Hübner (Literatur in Bayern, Münchner Feuilleton), Dr. Johannes John (Bayerische Akademie der Wissenschaften), Pamela Scholz Glockenbachbuchhandlung) sowie aus dem Stadtrat: Mo Lovis Lüttig (Fraktion DIE GRÜNEN-Rosa Liste), Thomas Niederbühl (Fraktion DIE GRÜNEN-Rosa Liste), Andreas Babor (Fraktion der CSU), Beatrix Burkhardt (Fraktion der CSU), Marian Offman (Fraktion SPD).

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